Raumhaus

ausgangssituation

Die Idee, ein gemeinsames Wohnprojekt auf die Beine zu stellen, entstand 2017. Auslöser war die sich gravierend verändernde Situation auf dem Wohnungsmarkt: immer teurere Mieten bei einem anhaltend sehr knappen Angebot an Wohnraum in der Stadt. Es ist dringlich geworden, bezahlbaren und sozial sicheren Wohnraum zu schaffen, der auch mit einem Plus an Lebensqualität einhergeht.

heute

Wir sind eine Gruppe von sechs Erwachsenen und sieben Kindern im Alter von 1 bis 59 Jahre. Wir planen den Bau eines Hauses mit 16 Wohnungen und schließen uns dazu dem Mietshäuser Syndikat an. Mit dem Projektnamen„raumhaus“ assoziieren wir die Schaffung von Wohnraum, einander Raum zu lassen im Sinn von Toleranz, Raum zu eröffnen zur Entfaltung, dem Gemeinschaftlichen Raum zu geben – und wir mögen die Nähe zu Baumhaus und Traumhaus.

nachhaltige wohnverhältnisse

Wir stehen hinter dem Konzept des Mietshäuser Syndikates, Wohnimmobilien auf Dauer dem Kapitalmarkt zu entziehen. Privatkredite machen es möglich, auch ohne Eigenkapital ein Bauvorhaben zu realisieren. Unser Wunschstandort ist das neue Wohnquartier Kleineschholz in Freiburg, das sich in fortgeschrittener Planung befindet.

Zusammen unter einem Dach wollen wir eine bereichernde und funktionierende Hausgemeinschaft entwickeln. Sie soll für alle Altersgruppen offen und sozial durchmischt sein. Wir stehen für Demokratie, Toleranz und Solidarität. Moderate und stabile Mieten sind ein vorrangiges Ziel, ihm werden wir andere Wünsche, wenn nötig, unterordnen. Nach dem Einkommen gestaffelte Mieten sollen für mehr Gerechtigkeit sorgen. Es soll mindestens 50%, nach Möglichkeit 70% geförderter Wohnraum geschaffen werden, mit Sozialbindung ohne Auslauffrist.

Wir verstehen uns als ein gemeinschaftliches, selbstorganisiertes Projekt. Sowohl in der Planungsphase als auch später organisieren wir gemeinsam die anfallenden Aufgaben wie Verwaltung und Objektbetreuung. Wir wollen solide und vorausschauend wirtschaften, setzen auf eine durchdachte und transparente Verwaltung und eine gemeinschaftlich gepflegte Umgebung. Wir wünschen uns, dass alle

Bewohner*innen sich ihrer Verantwortung als Teil der Gemeinschaft bewusst sind und sich ihren Möglichkeiten und Vorlieben entsprechend einbringen.

nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist uns ein zentrales Anliegen. Grundsteine dafür sind klimagerechtes Bauen, stabile Wohnverhältnisse, niedrige Energiekosten, eine lange Nutzungsperiode und nachhaltige Mobilität. Das Teilen von Ressourcen und eine gute Vernetzung im Quartier gehören auch dazu.
Was gestaltet wird, soll auf lange Sicht tragbar und tragfähig sein und den Menschen in nachfolgenden Generationen ebenfalls gut dienen.

nachhaltig bauen

Um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, soll das Haus einen kompakten und energieeffizienten Baukörper haben. Eine deutlich über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehende thermische Gebäudehülle sorgt bei achtsamer Nutzung sowohl im Sommer als auch in Winter für ein gutes Innenraumklima, bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Den Einsatz gebäudetechnischer Anlagen wollen wir auf das Notwendige reduzieren. Wir bevorzugen einfache und schadstoffarme Baumaterialien, die in eine Kreislaufwirtschaft eingebunden werden.

Sämtliche Wohnflächen beschränken wir auf die Maße, die im sozialen Wohnungsbau angesetzt werden. Die Wohnungen sollen kompakt gestaltet und platzsparend dimensioniert sein.
Die Erschließungsflächen möchten wir in Form von Laubengängen ausgestalten. Eine solche Fassade kann sinnvoll gestaltet werden als vertikaler Garten mit heimischen Pflanzen. Zudem tragen die Pflanzen als Speicher von Feuchtigkeit und CO2 zu einem verbesserten Mikroklima bei.

quartier

Die Gruppe versteht sich als ein Mehrgenerationenprojekt. Wir möchten das Zusammenleben der Generationen wieder üben. Von 16 geplanten Wohnungen sind 3 bis 4 Einheiten als Wohnraum für Senioren angedacht. Wir setzen uns dafür ein, dass im Quartier ein unterstützendes Netzwerk für die besonderen Bedürfnisse betagter Menschen entsteht.

Als halböffentlicher Gemeinschaftsraum soll in unserem Haus ein schallgeschützter Proberaum entstehen. Hausbewohner und Menschen aus dem Quartier können diesen zum Musikmachen, zum Musikhören, zum Unterrichten, vielleicht auch für kleine Konzerte nutzen. Der Proberaum wird es ermöglichen, Musik zu

machen, ohne dass andere Menschen sich dadurch gestört fühlen. Wir wollen diesen Raum auch als Ort für interkulturelle musikalische Begegnung nutzen.

Wir sind Teil des Prozesses um einen neu entstehenden Stadtteil Freiburgs. Unsere Planung bleibt in gewissem Umfang flexibel und entwickelt sich mit Fortschritt der größeren Planungen weiter.
Die Gruppe steht diesem Entwicklungsprozess positiv gegenüber und will sich als Hausgemeinschaft sinnvoll in das zukunftsorientierte Quartier Kleinescholz einbringen.

mittäter*innen willkommen

Diese Aufgaben sehen wir für uns als Gruppe, und wir stecken mitten darin: Gemeinsam Wohnraum zu schaffen und uns auf sozialen, politischen und ökologischen Ebenen zu engagieren mit dem Ziel der Klimaneutralität.

Wir suchen für unser Projekt weitere aktive Mitwirkende und freuen uns engagierte Interessent*innen aus allen Altersgruppen!